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Faktencheck Integration

Mit der Einrichtung des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz wurden umfangreiche Maßnahmen zur Förderung gelingender Integration in Sachsen entwickelt und begonnen. Im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU Sachsen und SPD Sachsen wurden dabei wichtige Zielsetzungen beschrieben.

1. Richtlinie zur Förderung der sozialen Betreuung von Flüchtlingen in kommunalen Unterbringungseinrichtungen

Zur Stärkung der kommunalen Betreuung bei der Aufnahme geflüchteter Menschen wurde am 08. Juli 2015 die Förderrichtlinie »Soziale Betreuung Flüchtlinge« erlassen. Ziel der Förderung von kommunaler Flüchtlings­sozialarbeit ist, dass Flüchtlinge in Abstimmung mit den Voraussetzungen der Unterbringung vor Ort eine qualifizierte soziale Beratung und Betreu­ung erhalten. Die unteren Unterbringungsbehörden entscheiden im Zusammenhang mit der Unterbringung über Art, Umfang und Durch­führung der sozialen Betreuung der Flüchtlinge. Die freiwillige Rückkehr­beratung soll ausreisepflichtige und rückkehrwillige Menschen über freiwillige und unterstützte Formen der selbstständigen Rückkehr informieren und damit schwerwiegenden Maßnahmen wie Abschiebungen vorbeugen.

 

Dabei steht den Landkreisen und kreisfreien Städten im Jahr 2018 ins­gesamt eine Summe in Höhe von zirka 12 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sollen 1,3 Millionen Euro für die freiwillige Rückkehr­beratung aufgewendet werden.

2. Richtlinie zur Förderung der sozialen Integration und Partizipation von Personen mit Migrationshinter-grund und der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Ziel der Richtlinie »Integrative Maßnahmen« in der Version vom 20. Juni 2017 ist die Förderung von Projekten, die die Integration und selbstbestimmte, aktive Teilhabe von Personen mit Migrationshintergrund im Freistaat Sachsen fördern, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Vorurteile abbauen helfen soll.

Die Richtlinie setzt sich aus vier unterschiedlichen Teilen zusammen:

2.1 Richtlinie Integrative Maßnahmen Teil 1

Im ersten Teil liegt der Fokus auf Projekten, die den Dialog und das Zusammenleben zwischen Zugewanderten und einheimischer Bevölkerung aufbauen beziehungsweise stärken sollen. Projektträger sind hauptsächlich gemeinnützige Träger, Vereine und Verbände, kommunale Gebietskörperschaften und Träger der freien Wohlfahrtspflege.

 

Im Teil 1 (Vereine und Verbände) sind für den Förderzeitraum 2017 / 2018 folgende Antragszahlen und Antragsvolumen zu verzeichnen

 

Förderzeitraum 2017 2018
Eingegangene Anträge (=Antragsvolumen für Förderjahr)

235 (14,2 Mio. €)

220 (17 Mio. €)*

67 (ca. 7,2 Mio. €)**

Zur Bewilligung anstehende Anträge (=Antragsvolumen) ca. 90 (7,5 Mio. €) -

 

 

 

 

 

 

* (gilt nur für 1. Frist – 30.09.2017)

** (gilt nur für 2. Frist – 31.01.2018)

 

In der Tabelle finden Sie die Anträge der Projektträger, die für den Teil 1 der Förderrichtlinie Integrative Maßnahmen für das Jahr 2018 eingegangen sind. Die abgelehnten Projekte sind mit roter Farbe hinterlegt. Die Projekte, die noch nicht beschieden wurden, sind grau gekennzeichnet.

Psychosoziale Zentren

Seit 2015 fördert der Geschäftsbereich der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration den Aufbau eines landesweiten Angebots zur Beratung von traumatisierten Geflüchteten.

 

In Sachsen gibt es drei Psychosoziale Zentren für seelisch belastete Menschen mit Flucht- und Migrations­hintergrund (PSZ); das PSZ Dresden, das PSZ Leipzig und das PSZ Chemnitz. Die Projektpartner Mosaik Leipzig e. V., das Boot gGmbH (Dresden) und das SFZ Förderzentrum gGmbH (Chemnitz) bieten psychologische und psychosoziale Beratung für seelisch belastete Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund im Einzel- und Gruppensetting an.

 

Darüber hinaus werden Schulungen zum kultur- und psychologisch sensiblen Umgang mit traumatisierten Geflüchteten angeboten um vorhandene Angebote im Regel- und Hilfesystem für die Zielgruppe zu öffnen.

2.2 Richtlinie Integrative Maßnahmen Teil 2

Zur Unterstützung der Landkreise und Kreisfreien Städte bei deren Integrationsarbeit wurden mit der Richtlinie

Integrative Maßnahmen im Teil 2 verschiedene Förderinhalte erstellt.

 

Jeder Landkreis und jede Kreisfreie Stadt kann insbesondere zur Stärkung der Arbeit lokaler und regionaler

Netzwerke oder für Koordinierungsaufgaben im Bereich Integration eine Koordinationskraft Integration beantragen.

 

Folgende Koordinationskräfte arbeiten in den Landkreisen und Kreisfreien Städten:

 

 

Kreisfreie Stadt / Landkreis Koordinations-kraft Behörde E-Mail
Chemnitz, Stadt Frau Hoffmann

Stadt Chemnitz – Sozialamt – Abteilung Migration, Integration und Wohnen

christiane.hoffmann@stadt-chemnitz.de
Dresden, Stadt Herr Hirschwald Landeshauptstadt Dresden – Geschäftsbereich Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen – Sozialamt – Abteilung Migration chirschwald@dresden.de
Leipzig, Stadt Frau Gössel Stadt Leipzig – Referat für Migration und Integration sylvia.goessel@leipzig.de
Erzgebirgskreis Frau Richter Landratsamt Erzgebirgskreis – Sachgebiet Migration und Personenstandswesen elisabeth.richter@kreis-erz.de
Landkreis Bautzen

Frau Bär

Sachgebiet – Ausländeramtsleiterin Integration anke.baer@lra-bautzen.de
Landkreis Görlitz Frau Worreschke Landratsamt Görlitz – Ordnungs- und Straßenverkehrsamt – SG Integration anne.worreschke@kreis-gr.de
Landkreis Leipzig Frau Querner

Landratsamt Leipzig – Dezernat 2 – Ausländeramt

martina.querner@lk-l.de
Landkreis Meißen Frau Kretzschmar

Landratsamt Meißen – Ausländeramt – Sachgebiet Asylleistung

steffi.kretzschmar@kreis-meissen.de
Landkreis Mittelsachsen Frau Stockmann Landkreis Mittelsachsen – Stabsstelle Ausländer- und Asylangelegenheiten

nicole.stockmann@landkreis-mittelsachsen.de

Landkreis Nordsachsen Frau Scholz Landratsamt Nordsachsen – Amt für Migration und Ausländerrecht

doris.scholz@lra-nordsachsen.de

Landkreis Zwickau Herr Resche Landratsamt Zwickau – Sozialamt matthias.resche@landkreis-zwickau.de
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Frau Du Vinage Landratsamt – Sozial- und Ausländeramt arlette.duvinage@landratsamt-pirna.de

 

Vogtlandkreis Frau Reißmann Landratsamt Vogtlandkreis, Dienststelle Plauen reissmann.alexandra@vogtlandkreis.de

Zur Unterstützung der Amts- und Verantwortungsträger in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden hat jeder Landkreis die Möglichkeit, zehn kommunale Integrationskoordinatoren (kurz: KIK´s) zu beantragen.

Für das Jahr 2017 wurden 88 kommunale Integrationskoordinatoren beantragt:

Stadt/Landkreis Beantragte KIK´s 2017
Chemnitz, Stadt -
Dresden, Stadt -
Leipzig, Stadt -
Erzgebirgskreis 10
Landkreis Bautzen 10
Landkreis Görlitz 10
Landkreis Leipzig 10
Landkreis Meißen 5
Landkreis Mittelsachsen 8
Landkreis Nordsachsen 10
Landkreis Zwickau 11
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 10
Vogtlandkreis 3

 

Um die alltägliche, anfangs noch fremdsprachige Kommunikation mit bzw. in den Behörden und Ämtern zu verbessern, können die Landkreise und Kreisfreien Städte bis zu 1,5 Stellen für den Aufbau bzw. den Ausbau von Gemeindedolmetscherdiensten bzw. Sprach- und Integrationsmittlerdiensten (»SprInt«) gefördert bekommen.

 

(Zukünftig erscheint hier die Liste der Ansprechpartner je Landkreis / Kreisfreier Stadt)

2.3 Richtlinie Integrative Maßnahmen Teil 3

Mit dem dritten Tell begründet der Freistaat Sachsen ein eigenes Landessprachprogramm und ergänzt damit das Integrationskursangebot des Bundes. Die Maßnahmen des Programms werden durch zertifizierte Träger der Integrationskurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) umgesetzt.

2.4 Richtlinie Integrative Maßnahmen Teil 4

Auf Grundlage der Erstorientierungskurse wird die Durchführung der Erstorientierungskurse in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen gefördert. Damit soll für jeden Asylsuchenden ein schneller Zugang zu Verständnismöglichkeiten und eine erste Orientierung im gesellschaftlichen Miteinander vermittelt werden.

Marginalspalte

Wissenswertes

Aktuelle Förderzahlen zur Richtlinie Integrative Maßnahmen

Aktuelle Zahlen zur Förderung gemäß der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, zur Förderung der sozialen Integration und Partizipation von Personen mit Migrationshintergrund und der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (kurz: Richtlinie Integrative Maßnahmen).

Kontakt

Pressesprecherin der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Alexandra Kruse

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    Bautzner Str. 19a
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    (Zufahrt über Böhmische Straße)
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    (+49) (0)351 564 54910
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Bürgerbeauftragte der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Dr. Theresa Schmotz

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