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Integrationspreis 2011

Jugendliche verschiedener Nationen legen ihre Hände übereinander.

»Gemeinsamkeit in Vielfalt«
(© fotolia.de)

Im Jahr 2011 wurden bereits zum dritten Mal herausragende Projekte, die der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft dienen, mit dem Sächsischen Integrationspreis geehrt.

Zur Bewerbung aufgerufen waren Einzelpersonen, Vereine, Verbände und Privatinitiativen, die im Bereich der Integration tätig sind und sich für ein besseres Zusammenleben der einheimischen und zugewanderten Bevölkerung einsetzen oder - durch verschiedene Initiativen - den zugewanderten Menschen das Einleben in Sachsen erleichtern wollen.

Beworben hatten sich 43 Projekte, Initiativen und Verbände aus unterschiedlichsten Bereichen. Sie haben gezeigt, dass es viele Möglichkeiten gibt, ein gemeinsames Leben zwischen Einheimischen und Migranten zu gestalten: egal ob im Kultur- oder Sportverein, in der Eltern- oder Bildungsarbeit, bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Nachbarschaftsprojekt oder im Unternehmen. Ebenso haben sie gezeigt, dass es möglich ist, durch Toleranz, Respekt und Achtung friedlich und konstruktiv miteinander umzugehen und die kulturelle Vielfalt als Chance für alle zu nutzen.

Insgesamt wurden 6.000 Euro an Preisgeldern vergeben, wobei der Sächsische Ausländerbeauftragte 4.500 Euro für den ersten, zweiten und dritten Preis stiftete und das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz prämierte das Projekt »Future Kids« aus Döbeln mit dem Sonderpreis für junge Projekte in Höhe von 1.500 Euro.

Alle Bewerber feierten gemeinsam die Verleihung des Sächsischen Integrationspreises am 25. November 2011 im Plenarsaal des Landtags.

1. Preis: Bon Courage e. V. aus Borna mit verschiedenen Projekten

Mitglieder des Vereins Bon Courage e.V. mit Landtagsvizepräsident Horst Wehner, Staatsministerin Christine Clauß, Ausländerbeauftragter Prof. Martin Gillo

Mitglieder des Vereins Bon Courage e.V. mit Landtagsvizepräsident Horst Wehner, Staatsministerin Christine Clauß, Ausländerbeauftragter Prof. Martin Gillo
(© Steffen Giersch)

Der Verein Bon Courage e. V. in Borna unterstützt seit 2007 durch vielfältige Projekte die Migration von Zuwanderern. Die etwa 60 Mitglieder im Alter von 16 bis 24 Jahren organisieren unterschiedliche Projekte für Asylbewerber im Landkreis Leipzig. Im Zentrum der Vereinsarbeit stehen Angebote der sozialen Betreuung. Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkünfte werden zu Behörden und zum Arzt begleitet; Briefe und Antragsschreiben werden gemeinsam übersetzt. Zusätzlich bietet Bon Courage e. V. regelmäßigen Deutschunterricht und Betreuung von Hausaufgaben an. Außerdem organisieren sie regelmäßig Volleyballturniere oder veranstalten Geschenkaktionen für Flüchtlinge. Der 1. Preis war mit 2.500 Euro dotiert.

2. Preis: Ausländerrat Dresden e. V. mit dem Projekt »Die Bildungspatenschaften«

Mitglieder des Vereins Ausländerrat Dresden e.V. mit Landtagsvizepräsident Horst Wehner, Staatsministerin Christine Clauß, Ausländerbeauftragter Prof. Martin Gillo

Mitglieder des Vereins Ausländerrat Dresden e.V. mit Landtagsvizepräsident Horst Wehner, Staatsministerin Christine Clauß, Ausländerbeauftragter Prof. Martin Gillo
(© Steffen Giersch)

Den zweiten Preis, mit 1.500 € dotiert, erhielt der Ausländerrat Dresden e. V. für sein Projekt »Die Bildungspatenschaften«. In diesem Projekt werden Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, deren Eltern kaum über finanzielle Mittel für kostenpflichtige Hilfsangebote verfügen, von ehrenamtlichen Mentoren unterstützt. Inzwischen bestehen bereits 84 Patenpaare, in denen Kinder von der 1. bis zur 12. Klasse bei den Hausaufgaben oder bei der Prüfungsvorbereitung betreut werden. Regelmäßige Treffen, Gespräche und der Kontakt zu den Eltern schaffen eine starke Vertrauensbasis, so dass die Paten auch Ansprechpartner bei Alltagsproblemen sind. Das Projekt fördert die schulische Entwicklung aber auch die Sprachkompetenz der Kinder und dient so als Hilfsangebot für die ganze Familie.

3. Preis: DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden mit dem Projekt »Science goes to School!«

Mitglieder des Dresden Internation PhD Prgamm mit Landtagsvizepräsident Horst Wehner, Staatsministerin Christine Clauß, Ausländerbeauftragter Prof. Martin Gillo

Mitglieder des Dresden Internation PhD Prgamm mit Landtagsvizepräsident Horst Wehner, Staatsministerin Christine Clauß, Ausländerbeauftragter Prof. Martin Gillo
(© Steffen Giersch)

Der dritte Preis und 500 € gingen an das Projekt »Science goes to School!« des Dresden International PhD Program (DIPP). Das Projekt setzt auf Wissenschaft als verbindendes Element zwischen internationalen Nachwuchswissenschaftlern und deutschen Schülern. Doktoranden aus verschiedenen Ländern vermitteln Dresdner Gymnasiasten und Mittelschülern im Alter von 13 bis 18 Jahren in englischer Sprache wissenschaftliche Informationen (z. B. über Molekularbiologie oder Bioinformatik). Es werden gemeinsam Experimente durchgeführt und gemeinsame Aufgabenstellungen bearbeitet. Die Schüler erleben so eine große Vielfalt von Ideen, Ansichten,  aber auch Lösungsmöglichkeiten und werden anderen Kulturkreisen gegenüber aufgeschlossener.

Sonderpreis »Junge Projekte«: Verein zur Förderung von Fraueninitiativen – Frauenzentrum »Regenbogen« e. V. mit dem Projekt »Future Kids« aus Döbeln

Mitglieder des Regenbogen e.V. mit Landtagsvizepräsident Horst Wehner, Staatsministerin Christine Clauß, Ausländerbeauftragter Prof. Martin Gillo

Mitglieder des Regenbogen e.V. mit Landtagsvizepräsident Horst Wehner, Staatsministerin Christine Clauß, Ausländerbeauftragter Prof. Martin Gillo
(© Steffen Giersch)

Der Sonderpreis des Sozialministeriums für Junge Projekte wurde an den Verein zur Förderung von Fraueninitiativen - Frauenzentrum »Regenbogen« e. V. aus Döbeln vergeben. In seinem Projekt »Future Kids« lernen Kinder und Jugendliche von sieben bis 17 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Durch Theaterarbeit, ein digitales Medienprojekt, gemeinsame Beschäftigung in einer Kreativwerkstatt und vielfältige Sport- und Entspannungsmöglichkeiten werden die soziokulturellen Möglichkeiten von mehr als 50 Kindern und Jugendlichen erweitert. Im Zentrum der Arbeit stehen vor allem ihre persönlichen Fähig- und Fertigkeiten. Gegen das Stigma »Armut und Ausgrenzung« setzt das Projekt auf Selbstverantwortung. Die Teilnehmenden werden zu einem gleichberechtigten Umgang miteinander angehalten. Der Kontakt mit den vor Ort ansässigen Hilfs- und Freizeitangeboten hilft dabei, Isolation zu verhindern.

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