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Interkulturelle Öffnung – Chancengleichheit erreichen

Das Ziel der interkulturellen Öffnung wird durch die frühkindliche, schulische und berufliche Bildung der Kinder und Jugendlichen mit Migrantionshintergrund, durch die Integration in den Arbeitsmarkt sowie durch Stärkung der politischen und gesellschaftlichen Partizipation erreicht.

 

Bildung – Chancen für junge Weltentdecker

Die Grundlagen für die Umsetzung der Integration im Bildungsbereich sind durch die »Sächsische Konzeption zur Integration von Migranten« gegeben. Sachsen hat damit die Voraussetzungen geschaffen, um die sächsische Zuwanderungs- und Integrationspolitik aktiv zu unterstützen. So kann den Kindern von Migranten ein flexibler, individueller Einstieg in das sächsische Schulsystem und eine professionelle Begleitung der Bildungslaufbahn garantiert werden.

Hilfen für junge Menschen in gesellschaftlichen oder persönlichen Benachteiligungssituationen werden in Sachsen unter anderem von Jugendmigrationsdiensten (JMD), der Schulsozialarbeit, von Jugendberatungsstellen und Kompetenzagenturen erbracht. Überdies werden Projekte für Schulverweigerer und Beschäftigungs- sowie Qualifizierungsprojekte angeboten.


Die zunehmende Mobilität in der Hochschulbildung stellt eine wichtige Option dar, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und ökonomische Vernetzungen mit den Herkunftsländern der Absolventen zu erreichen. Auf allen Ebenen des sächsischen Hochschulsystems gilt es nun, Studierende für Sachsen zu gewinnen und diese nach ihrem erfolgreichen Abschluss zu einem Verbleib in Sachsen zu veranlassen.

 

Neue Wege zum Arbeitsmarkt

Die erfolgreiche Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt ist eine entscheidende Grundlage für eine dauerhafte gesellschaftliche Integration.

Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen ist komplex, spielt für eine optimale Integration in den Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. Auf Bundesebene stellt das nunmehr geschaffene Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) eine Verbesserung der Anerkennung ausländischer Qualifikationen für Berufe, die auf Bundesebene geregelt sind, dar. Für landesrechtlich geregelte Berufe wurde das Sächsische Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (SachsBQFG) erlassen. Im Freistaat Sachsen ist die Anerkennung der im Ausland erworbenen Qualifikationen Teil einer umfassenden Anerkennungskultur. 

Vor dem Hintergrund komplexer Anerkennungstrukturen hat der Bund im eine »Informations- und Beratungsstelle Anerkennung Sachsen (IBAS)« eingerichtet. Sie dient insbesondere der Schulung von Multiplikatoren für bundesrechtlich geregelte Berufe. Darüber können Migranten konkrete Angaben über die für die Anerkennung zuständigen Stellen erfragen.
Die Aufgaben der IBAS könnten auf landesrechtlich geregelte Berufe, regional auf Dresden, Chemnitz, Zwickau und Leipzig, auf die intensivere Beratung über berufliche Perspektiven, sowie auf eine migrationsspezifische Gründungsberatung für Existenzgründer erweitert werden.

 

Mitmachen statt Ausgrenzen

Die politische und gesellschaftliche Partizipation muss gestärkt werden. Migranten sollen motiviert werden, die eigene Integration aktiv voranzubringen und als Schlussstein der Integration die deutsche Staatsangehörigkeit zu erwerben. Zur Integration gehören sowohl das Erlernen der deutschen Sprache als auch die Anerkennung der hier gültigen Werte- und Rechtsordnung.

Migranten sollen aber bereits vorher ein Mitspracherecht auf der Grundlage von Ausländerbeiräten erhalten. In den mehreren Städten Sachsens – Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zittau – gibt es bereits Ausländerbeiräte, die maßgeblich die Akzeptanz politischer Entscheidungen auf kommunaler Ebene stärken. Die Schaffung zusätzlicher beratender Gremien und die Einbeziehung der Migranten in derartige Gremien sind von den Kommunen eigenverantwortlich an den Bedürfnissen und Interessen der Gemeinschaft vor Ort auszurichten.

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FAQ

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